LUDWIGSBURG: Mit voller Wucht reingetreten haben sie, immer kräftig in die Wunden dieser Zeit: Mit ihrem neuen Album lassen Hämatom wahrlich keinen Stein auf dem anderen und stellen zwischen Sozial- und Gesellschaftskritik in schonungslos ehrlichen Texten mit kraftvoller musikalischer Härte deutlich klar: „Wir sind Gott“. Und was lange währt, wird ein großartiges Album: „Die Idee zum neuen Album hatten wir vor mehr als 200.000 Jahren, als nämlich die Evolution die sogenannte Krönung der Schöpfung hervorbrachte – den Menschen“, sagt die Band und legt mit „Wir sind Gott“ einen würdigen Nachfolger der bisherigen Erfolgsalben vor.
Das fünfte vollwertige Studioalbum, produziert in den Kohlekeller Studios von Kristian „Kohle“ Kohlmannslehner, der auch für den Sound von Künstlern wie Powerwolf und Eskimo Callboy verantwortlich ist, erschien am 25.3.2016 als limitierte Freak-Box mit 2 CDs und DVD plus Hämatom-Globus, Autogrammkarten usw. sowie als CD und Vinyl – und sorgte direkt für die beste Chartplatzierung der Bandgeschichte mit einem gar göttlichen Einstieg auf Platz 5!
Inhaltlich bietet das Album 100 % Hämatom – kontrovers diskutiert, unbequem und wütend wird der Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten: Ob der Status quo des Landes („Made in Germany“), eingefahrene Lobbystrukturen und Hierarchien („Fick das System“) oder Gott spielende Menschen, die nur Leid und Elend bringen („Wir sind Gott“). Mit „I have a dream“ findet sich auch ein sehr klares Statement gegen Rechts und für mehr Toleranz, ein seit jeher wichtiges Anliegen der Band.(Quelle: Veranstalter)
LUDWIGSBURG: Die Krähen präsentierten am 24.08.2016 ihr neues Album „Tenebra“ in der Rockfabrik Ludwigsburg.
Mit dabei waren Tales of Nebelheym und Nachtgeschrei als Vorbands.Den Stil von Krayenzeit beschreibt man am Besten als „Folkmetal“, wenn man ihn schon in eine Schublade ablegen will. Treibende Doublebase- Passagen und drückendes und groovendes Highgain- Riffing legen Zeugnis davon ab, dass fünf der sieben Musiker sich eben ursprünglich in Metalbands ihre ersten Sporen verdient haben und ihre alte musikalische Heimat keineswegs verlassen, sondern nur neu ausdekoriert haben. Der Grundgedanke dabei war die Power, die Schärfe und den Groove des einen Genres mit den Melodien und Instrumenten aus Folk und Mittelalter zu verbinden.
Instrumente wie die Cister, die Rauschpfeifen, die Concertina oder Tin-Whistles bilden deshalb logisch den Kontrapunkt zu E- Gitarre, Bass und Schlagzeug. Außerdem werden immer wieder mehrstimmige Chöre in die Songs integriert.
Da das Instrumentarium genauso abwechslungsreich und vielfältig ist wie mögliche Einflüsse, legt sich die Band beim Schreiben der Lieder keinerlei Scheuklappen an.
Melodien, die an die irische, bretonische, italienische und auch slawische Folklore erinnern, findet man bei Krayenzeit genauso wie Einflüsse aus Shanties oder dem orientalischen Kulturkreis. Verwendet wird, was songdienlich ist. Als songdienlich definiert die Band hierbei, was die Atmosphäre und die Eingängigkeit des Songs optimiert. So kommt es, dass Krayenzeit neben akkustischen Folkrockern („Fahrt übers Meer“), wuchtigen eher düsteren Nummern („Himmlische Heere“) und treibenden zum Tanzen anstiftenden Songs („Wir sind Erwacht“) eben auch schwebende Balladen („Vogelfrey“) und groovende Midtempostampfer („Von deinen Lenden“) in einem Set vereinen können, ohne dass dabei ein stilistischer Bruch entstehen würde.
Die Atmosphäre der Lieder wird hierbei auch stark durch die Texte der Band beeinflusst.
Diese sind bewusst lyrisch überhöht und sehr bilderreich. Egal ob nun eine Geschichte erzählt wird („Feuertanz“) oder eher ernste Themen umgesetzt werden („Wüstenregen“), egal ob wieder mal die holde Weiblichkeit besungen wird („Nachtvogel“) oder Schmerz und Verlust thematisiert werden- kein Thema, sei es nun platt oder anspruchsvoll, muss platt erzählt werden.
Abschließend und zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krayenzeit in keine Schublade wollen, sondern auf die Bühne! (Quelle:Veranstalter)